Pastoralverbund Herford

Messdiener Blog

17. - 19.05.19 | Messdienerwochenende in Hardehausen
08.06.19 - Laura

„Du fährst mit den Messdienern ein ganzes Wochenende lang weg?“, „Was macht ihr denn da? Seid ihr durchgehend am Beten?“, „Ist das nicht langweilig?“, „Wohin fahrt ihr?“ … Solche oder so ähnliche Fragen wurden mir von meinen Schulkameraden gestellt, als ich ihnen vom Messdienerwochenende erzählt habe. Allerdings waren deren Fragen so ziemlich das Gegenteil von dem, was wir tatsächlich zusammen erlebt haben.

Wir, also die Messdiener aus den drei Gemeinden in Herford, sind unter dem Motto „Felsenfest: Gemeinschaft – Glaube – Gebet“ nach Hardehausen gefahren, welches seit 1945 ein Jugendhaus des Erzbistum Paderborns ist und seit 2017 eine neurenovierte Kirche hat. Am Freitag (17.5.2019) sind wir dort angekommen, haben lecker gegessen und wurden in unsere Zimmer aufgeteilt. Am Abend haben wir eine kleine Andacht abgehalten, gesungen und dann auch mal gebetet. Später haben wir Gruppenspiele gespielt. Für die jüngeren Messdiener hieß es dann ab 21:30 Uhr, dass die Schlafenszeit beginnt, während es für die älteren Messdiener ein Jugendprogramm gab. Bei diesem Jugendprogramm haben wir uns besonders eine Bibelstelle angeschaut, die zu unserem Motto des Wochenendes passte (Hebräer 10, 20-25). Am nächsten Tag waren natürlich nicht alle ausgeschlafen, trotzdem hatten wir schon morgens den ersten Programmpunkt: das Morgengebet. Nach dem Morgengebet sind wir zum Frühstück gegangen und danach wurden wir in Gruppen aufgeteilt mit denen wir eine Rallye (Schnitzeljagd) über das Gelände in Hardehausen gemacht haben, um dieses besser kennenzulernen. Diese Rallye, bei der auch das Wissen von uns Messdienern geprüft wurde, hat den ganzen Vormittag gedauert. Dabei hatten wir Glück, dass das Wetter mitgespielt hat. Vor dem Mittagessen haben wir gemeinsam das Mittagsgebet abgehalten. Nach dem Mittagessen hatten wir Freizeit, die wir unterschiedlich gestalten konnten: Zum einen durch sportliche Aktivitäten wie Fußball auf einem Rasenplatz, Basketball, einen Gang über das Gelände oder zum anderen einfach auf den Zimmern entspannen und etwas Schlaf nachholen.

Am Nachmittag hatte dann jeder drei Möglichkeiten den Nachmittag zu gestalten:
Die erste Möglichkeit bestand darin sich einen Rosenkranz selber zu basteln. Die zweite Möglichkeit war sich sportlich in der Turnhalle zu betätigen und die letzte Option war das Schwimmengehen, wofür sich letztendlich die meisten Messdiener entschieden haben. So verlief der Nachmittag ganz schnell und es näherte sich der Abend. Zum Abendessen ist auch der Vikar Adolfs speziell für uns Messdiener aus Herford angereist um mit uns einen Gottesdienst abzuhalten. Nach diesem Gottesdienst haben wir ein Spiel unter der Leitung unseres Diakons (Stefan Saalmann) gespielt: Wir haben statt eines normales Brettspiels ein Spiel durch die ganze Kirche gespielt, das auf kirchliche und religiösen Fragen basierte und dazu eine Monstranz aus einfachem Papier gebastelt.
So verlief der Abend bis die jüngeren Messdiener auf ihre Zimmer gegangen sind. Das Jugendprogramm am Samstag bestand aus zwei Präsentationen über Wallfahrten, speziell den Weltjugendtag, die wir am nächsten Tag fortgeführt haben. Die nächste Nacht war für einige Messdiener wieder kurz und mit wenig Schlaf begleitet, doch auch am Sonntag hatten wir Programmpunkte: Nach dem Frühstück haben wir den regulären Gottesdienst in Hardehausen gefeiert. Besonders interessant fand ich die Predigt des Pfarrers, denn wir haben bezogen auf das Evangelium des Sonntags eine Version von „Wer wird Millionär?“ gespielt. Später haben wir unsere Zimmer aufgeräumt und uns, wie bereits erwähnt, die Präsentationen über die Weltjugendtage angeschaut und tolle Eindrücke erhalten. Nach einem gemeinsamen Mittagessen hieß es Abschied nehmen von dem Jugendhaus.

Insgesamt war das Wochenende sehr eindrucksvoll und spaßig, denn (ich hoffe, ich kann für die gesamte Gruppe sprechen) alle haben neue Erfahrung gesammelt und wir haben unsere Messdienergemeinschaft um ein weiteres Wochenende gestärkt, wie unser Motto des Wochenendes besagt: „Felsenfest: Gemeinschaft – Glaube – Gebet“.

ICH GLAUB AN DICH - Ministrantenwallfahrt 2016
18.06.2016 - Melanie

Die Ministranten aus dem pastoralen Raum Herford versammelten sich am 18.06.2016 um 08:00 Uhr an der St. Paulus Kirche in Herford. Die Messdiener aus den Gemeinden machten sich gemeinsam auf den Weg nach Paderborn um dort die 3. Nordwestdeutsche Ministrantenwallfahrt in Gemeinschaft zu erleben.

Angekommen in Paderborn wurden alle Messdiener mit Materialien versorgt, die sie für das Tagesprogramm benötigten. Jeder - ob klein oder groß - erhielt ein Liederheft, ein Programmflyer mit abgebildeten Stadtplan, sowie Schreibwerkzeug und eine Postkarte mit integriertem Scrabble-Spiel zum Thema Wasser - „Durst auf…?“. Darüber hinaus bekam jeder Ministrant eine kleine Flasche, die am Ende des Tages mit Wasser der Pader gefüllt werden sollte. Mit diesem Wasser, welches in der abschließenden Messe gesegnet wurde, sollte ein Zeichen dafür gesetzt werden, dass wir durstig nach Gott sind. Es sollte auch ein Zeichen von Sehnsucht nach Glauben und Gemeinschaft darstellen.

Nach einer herzlichen Begrüßung, mit anschließender organisatorische Einweisung vom Organisationsteam und musikalischen Elementen einer Musikband auf dem Sportplatz „Am Goldgrund“, begann die Fußwallfahrt. Die Messdiener machten sich auf den Weg und gingen bei wechselhafterem Wetter ca. 4 km vom Sportplatz „Am Goldgrund“ zum Maspernplatz, wo ein Mittagsgebet und die Begrüßung mit dem Bischof stattfand.

Im Anschluss wurde an verschiedenen Standorten Mittagessen ausgeteilt. Nach dem Mittagessen begann das Begegnungsprogramm. Von ca. 13 – 16 Uhr hatten die Messdiener die Möglichkeit verschiedene Angebote aus dem ausgeteilten Programmplaner zu besuchen. Zur Auswahl standen kreative Workshops, kirchliche und geistliche Veranstaltungen, Talk-Treffs, organisierte Besuche und Besichtigungen, zusätzliche musikalische Angebote, „Chill und Fun“- Veranstaltungen, offene Angebote, und sämtliche Infomeilen für Gruppenleiter.

Nach unterschiedlichen Aktivitäten kamen allen Messdiener aus den nordwestlichen Bistümern zusammen und feierten um 16.30 Uhr auf dem Schützenplatz die abschließende Eucharistiefeier. Nachdem die mit Pader-Wasser gefüllten Flaschen gesegnet wurden, segneten sich die Messdiener gegenseitig, indem sie den Zuspruch „Du bist die lebendige Quelle des Glaubens“ zusprachen. In seiner Predigt machte Erzbischof Hans-Josef Becker seine wertschätzende Haltung zu den Messdienern deutlich, indem er seine Mitra absetzte mit den Worten: „Wenn ich einen Hut aufhätte, würde ich ihn vor euch ziehen.“ Der Erzbischof schätzte nicht nur das Durchhaltevermögen der Messdiener an diesem regnerischen Tage, sondern gab auch zu verstehen, dass der Dienst am Altar essentiell für das Glaubensleben der Gemeinde ist.

Die Wallfahrt – unter dem Motto „Ich glaub an dich!“ – Machte deutlich, dass der Glaubensweg ein Weg der Freude in Gemeinschaft ist. Sowohl in guten und sonnigen Zeiten als auch in dunklen und regnerischen Zeiten.