Pastoralverbund Herford

Detlev Jöcker unterstützt Projekt der e-Kirche
Kindermusik-Star singt mit heimischer Band KrAWAllo

Die e-Kirche Herford konnte für ein multimediales Feiertags-Projekt Detlev Jöcker gewinnen, der seit Jahrzehnten zu den erfolgreichsten und prägenden Kindermusik-Machern Deutschlands mit mehr als 13 Millionen verkauften Tonträgern zählt. Er gilt als Erfindern der selbsterklärenden Bewegungslieder wie z. B. dem deutschlandweit bekannten und beliebten Klassiker „1,2,3 im Sauseschritt“.

"Wir sind glücklich und stolz über das Mitwirken von Detlev Jöcker und begeistert von der Zusammenarbeit", berichtet Gemeindereferentin Svenja Kuschke, die als Projektleitung aus der e-Kirche Herford das Vorhaben begleitet. Die Kontaktaufnahme wurde unmittelbar, persönlich und vor allem unkompliziert beantwortet vom Münsteraner, der schon mit 15 die Aufnahmeprüfung als Hochbegabter in dem Fach „Klassische Gitarre" an der Hochschule für Musik in Münster bestand und damals so zum jüngsten Studenten in Deutschland wurde. Zum Einsingen zweier Lieder reiste er extra nach Ostwestfalen an, um die Projektcrew persönlich kennen zu lernen. "Dort plauderte er ein wenig aus dem Nähkästchen und es entstand ein herzliches Gespräch mit guten Tipps, die die Musiker von KrAWAllo dankbar annahmen", erzählt Projektleiterin Svenja Kuschke. Mit "Durch das Jahr" wolle man nicht missionieren, sondern informieren: Deutschland ist noch immer von kirchlichen Feiertagen geprägt, ohne dass vielen Menschen bewusst ist, welche Bedeutung und Geschichte sich dahinter verberge. Sie freue sich, nun mit diesem "niederschwelligen Angebot, Kindern samt ihren Familien ein Kennenlernen zu ermöglichen. Aus dem Schulreferat des ev. Kirchenkreises Herford wird es dazu durch Dr. Manfred Karsch zusätzliches, kostenloses Material geben, das Grundschulen und KiTa- Einrichtungen einen Einsatz im Alltag ermöglicht. Dass sowohl katholische als auch evangelische Kirche dieses Projekt finanziell fördern und einer der erfolgreichsten Künstler des Landes mitwirken, zeigt, wie positiv diese Idee gesehen wird.

Die Familien- Rock`n`Roller von KrAWAllo aus OWL haben in der Vergangenheit mit vielfältigen Veröffentlichungen bewiesen, dass auch ernste Themen, wie politischen Liedern zur Deutschen Teilung, für Kinder aufgearbeitet werden und sie musikalisch drei Generationen ansprechen können. Allerdings geben sie zu, "dass es schon viel Kraft benötigte, Lieder zu manchem Feiertag nicht zu überfrachten". Mit dem "Du bist so"- Internet- Hit als musikalisches Zeichen für Vielfalt erlangten die Musiker von KrAWAllo deutschlandweit Aufmerksamkeit bis ins öffentlich- rechtliche und private Fernseh- und Radioprogramm. Nun unterstützten sie das Projekt "Durch das Jahr" der e-Kirche Herford, gefördert durch It Sounds Good vom Erzbistum Paderborn und den Kirchenkreis Herford, bei dem in ökumenischer Zusammenarbeit Kindern und ihren Familien Feiertage erklärt werden. Neben eigenen Musikstücken werden Experten beider Kirchen aus OWL, Osnabrück und Münster, Feste kindgerecht erklären.

WEITERE INFORMATIONEN ZUM PROJEKT FOLGEN AB DEM 05. AUGUST

Neue Gottesdienstordnung

Liebe Gemeindemitglieder,

ab dem 20. / 21. Juli, dem ersten Wochenende in den Sommerferien, gilt in Herford eine neue Gottesdienstordnung für die katholischen Gemeinden. Inzwischen sind an unterschiedlichen Stellen von unterschiedlichen Personen unterschiedliche Informationen dazu bereits verbreitet worden, nichtsdestotrotz möchte ich wie geplant mit diesem Pfarrbriefeinleger darüber informieren.

Die neue Ordnung sieht folgende Gottesdienstorte und -zeiten vor:

In der Kirche St. Johannes Baptist ist um 17.00 Uhr die Vorabendmesse. Liturgisch ist auch die Vorabendmesse eine Sonntagsmesse. In St. Paulus sind um 9.30 Uhr und in Maria Frieden um 11.00 Uhr am Sonntag die Heilige Messen. Die Messe um 9.30 Uhr in St. Johannes Baptist entfällt. St. Johannes Baptist ist die einzige Kirche im Pastoralen Raum, in der bislang noch zwei Sonntagsmessen waren. Ein Gottesdienst in Maria Rast wird um 9.30 Uhr soweit möglich fortgeführt. Das kann eine Messfeier oder eine Wortgottesfeier sein. Es kann auch sein, dass der Gottesdienst entfällt. Da kann es auch kurzfristig in Maria Rast zu Änderungen kommen.

Zum Hintergrund: Mit dem Weggang von Pastor Bendel Anfang letzten Jahres wurde die Gottesdienstordnung nicht verändert und wir haben mit der Unterstützung von Pfr. i.R. Kobinski als Subsidiar und mit Wortgottesfeiern die alte Gottesdienstordnung noch halten können. Das geht nun mit der Erkrankung von Pfr. i.R. Kobinski nicht mehr. Wir brauchen eine Gottesdienstordnung - auch für Herford -, in der ein einzelner Priester die Messfeiern nacheinander bewältigen kann. In den beiden anderen Pfarreien des Pastoralen Raumes, in St. Jospeh Bünde (mit St. Michael Holsen, St. Marien Kirchlengern und Stift Quernheim St. Petrus Canisius und St. Franziskus Xaverius) und in St. Dionysius Enger (mit St. Joseph Spenge und St. Bonifatius Eilshausen) ist das bereits der Fall, nur in Herford, wo die Kirchen näher beieinanderliegen, noch nicht.

Im Pfarrgemeinderat wurde über diese Regelung ausführlich gesprochen, Bedenken wurde Raum gegeben und offen sämtliche Alternativen (einschließlich Rotationslösungen) erwogen. Die unterschiedlichen Modelle lassen sich hier nicht in aller Breite mit ihrem Für und Wider darstellen. Ich bin sicher, dass so ziemlich jede denkbare Lösung wohlwollend bedacht wurde. Dass es bei Veränderungen und Reduzierungen keine Lösung geben wird, die den Erwartungen jedes einzelnen entsprechen kann, war vorher klar, und ich verstehe auch die Trauer, die der Verlust eines so wichtigen Bestandteils des gewohnten Lebens auslösen kann. Aber gerade wegen der Bedeutung der Hl. Messe gehe ich auch von genügend Beweglichkeit aus, sich auf Veränderungen einzulassen. Ich bin dankbar für die faire Debattenkultur während der Pfarrgemeinderatssitzung, die das Ganze im Blick behalten hat und um einen Ausgleich von Interessen bemüht war und in der es nicht darum ging, für sich das möglichst größte Stück vom kleiner werdenden Kuchen herauszuschneiden. Unterschiedliche Lösungsmodelle werden je nach Betroffenheitsgrad sicherlich unterschiedliche Reaktionen auslösen. Es ist legitim, Partikularinteressen in fairer Weise zu vertreten. Man wird sie dann aber auch als solche benennen und werten dürfen. Das neue Gottesdienstmodell wird, so die Beschlusslage, Anfang 2020 im PGR wieder besprochen werden, um vor dem Hintergrund der gemachten Erfahrungen über eine mögliche längerfristige Rotation zu befinden. Neue Ideen und Lösungsvorschläge sind wie immer herzlich willkommen und können an mich und an die Pfarrgemeinderatsmitglieder gerichtet werden.

Mit besten Segenswünschen

Gerald Haringhaus, Dechant und PV-Leiter